Restauration des Citroën Typ 23

Der Citroën Typ 23, auch U23 genannt, war ein kleiner Lastkraftwagen und Omnibus, den Citroën 1935 herausbrachte. Obwohl die Motorhaube und der gesamte vordere Teil des Fahrzeuges dem Citroën Traction Avant ähnlich sehen, hatte der Typ 23 einen herkömmlichen Heckantrieb. Das Fahrzeug wurde von fast allen Armeen, vor allem von französischen, britischen und polnischen, in der Kriegszeit verwendet. Die Produktion dauerte von 1935 bis 1969 und damit ziemlich lang. Von Beginn des Zweiten Weltkrieges bis zur deutschen Invasion in Frankreich wurden mehr als 12.000 der Fahrzeuge in weniger als zehn Monaten ausgeliefert.

Es gab zwei verschiedene Karosserievarianten, da der U23 1953/54 völlig neu gestaltet wurde. Der Nachfolger des Citroën Typ 23 war der Citroën Belphégor. Insgesamt wurde der Wagen 121.902-mal verkauft. Den U23 gab es in vielen verschiedenen Varianten und obwohl er so häufig hergestellt wurde, werden Sie heutzutage nur selten zwei gleiche Wagen sehen.

Als Herr S. seinen U23, der im Jahr 1947 zunächst als Leichenwagen gebaut und später vom Inhaber eines elsässischen Hotels zum Reisebus umgebaut wurde, zu uns nach Automobiles Francaises brachte, war der Wagen komplett foliert. Denn ein französisches Restaurant in Colmar hatte den U23 mehrere Jahre als Werbeträger vor der Tür geparkt.

Als wir damit begannen, die Folierung zu entfernen, zeigte sich das Ausmaß der anfallenden Arbeiten. Teilweise existierte nur Grundierung unter der Folie und viele Stellen waren durchgerostet. Die hintere, obere Heckklappe wurde fast nur noch durch die Folie zusammengehalten und musste von Grund auf neu gebaut werden. Die hinteren Türen aus Holz wurden in Zusammenarbeit mit einem Tischler komplett neu gefertigt.

Die Seitenwände waren durchgerostet und wurden, wie der Innenraum, der ein Hybrid aus Holz und Metall ist, teilweise neu gefertigt. Der Unterboden wurde sodagestrahlt und das Fahrzeug wurde gründlich entlackt. Am Ende blieb kein einziges Teil des U23 unbearbeitet. Alle Chromteile des Wagens wurden entchromt, bearbeitet und wieder ordentlich verchromt. Der Motor, die Lenkung und das Fahrwerk wurden überholt und eine neue Kardanwelle gefertigt. Der Auspuff wurde in Handarbeit geschweißt. Für die Türen und Heckklappe wurden aufwendig Dichtungsgummis hergestellt, sowie Anbauteile aus Aluminium geschliffen und aufpoliert.

In dieses Projekt gingen am Ende über 1600 Arbeitsstunden.

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